Call for Abstracts: „Aus der Nische raus“

Studierendenkonferenz / Workshop für BIPoC, FLINTA*-Personen und/oder Jüdinnen* und Juden in der Geschichte der Philosophie

Das Center for the History of Women Philosophers and Scientists möchte auf folgende Veranstaltung aufmerksam machen und Studierende ausdrücklich zur Teilnahme ermutigen:

„Wir laden zu einer eineinhalbtägigen Studierendenkonferenz zur Geschichte der Philosophie am 24. und 25. April 2026 am MuSAPh (Munich School of Ancient Philosophy) der Ludwig-Maximilians-Universität München ein.

Darin ist für uns ein Zeitraum bis ins 20. Jahrhundert mit eingeschlossen und Kulturräume und ihre Philosophien, die im Scheinwerferlicht der europäischen Tradition seltener zu Wort kommen. Da ein Großteil der philosophischen Arbeit zur außereuropäischen Philosophie weiterhin in benachbarten Studienfächern wie Regionalstudien und Religionswissenschaften stattfindet, sind passende Beiträge aus diesen Bereichen genauso willkommen.

Die Vorträge werden einen Umfang von 30 Minuten haben. Es folgt darauf eine offene, 30-minütige Frag- und Diskussionsrunde. So wollen wir eine intensive Besprechung und projektnahe Diskussion über die vorgestellten Ideen garantieren, die helfen, Eure Forschung (z. B. BA- oder MA-Arbeiten) weiterzuentwickeln. Anfahrts- und Übernachtungskosten (für zwei Nächte) können zudem übernommen werden.

Bewerben können sich fortgeschrittene BA- und MA-Studierende sowie Doktorant:innen, die am Anfang ihres Doktorats stehen. BA- und MA-Studierende werden im Auswahlprozess bevorzugt. Zudem richtet sich die Einladung zur Bewerbung ausschließlich an BIPoC, FLINTA*-Personen und/oder Jüdinnen* und Juden. Es reicht für die Bewerbung, sich unter einer der Gruppen zuzuordnen. Eine Erklärung zu den Selbstbeschreibungen findet Ihr unten.

Wir sind selbst erst Studentinnen im Master oder haben gerade erst abgeschlossen, die häufig in Seminaren die Erfahrung gemacht haben, eine der wenigen Frauen und/oder rassifizierten (von Rassismus betroffenen) Personen im Raum zu sein. Daher freuen wir uns, mit dieser Konferenz andere Räume des Philosophierens anbieten zu können und sie mit anderen zu teilen.

Auch wir haben uns nicht immer schon unter den Selbstbeschreibungen BIPoC und FLINTA* gefunden. Wenn ihr euch angesprochen fühlt, traut euch, euch zu bewerben! Wenn ihr Fragen zu den Selbstbeschreibungen habt, fragt uns jederzeit! Wir unterstützen euch gern!

Die Bewerbungen können bis zum 31.01.2026 an folgende E-Mail-Adresse geschickt werden:
konferenz.ausdernische@gmail.com.

Man kann sich mit einem Abstract, der das Vortragsthema und die Forschungsfrage in 500 Worten darstellt, bewerben. Der Vortrag selbst kann auf Englisch sein, man sollte aber fähig sein, anderen Vorträgen auf Deutsch zu folgen und Diskussionen auf Deutsch zu führen.

Wir bitten euch zudem, einige Sätze darüber zu schreiben, an welchem Punkt Eures Studiums Ihr gerade steht, und schickt uns gerne optional auch eine Positionierung (Beschreibung, von welchen Diskriminierungsformen ihr betroffen seid). Die Positionierung werden wir vertraulich behandeln; sie ist lediglich dazu gedacht, Mehrfachmarginalisierung berücksichtigen zu können. Wir bitten Euch zudem, Abstracts lieber früher als später einzureichen.

Teil der Konferenz wird zudem ein Keynote-Vortrag von Dr. Mansooreh Khalilizand sein und zum Abschluss ein angeleiteter Awareness- und Empowerment-Workshop. Mit dem Workshop wollen wir konstruktiv und produktiv die verschiedenen Positionen, die man als marginalisierte Person in der Geschichte der Philosophie und der Universität als Institution einnimmt, reflektieren.

Solltet ihr Fragen zu der Konferenz haben, Fragen zu den Selbstbezeichnungen FLINTA oder BIPoC, oder Zweifel haben, ob euer Thema philosophisch genug ist, falls ihr aus angrenzenden Disziplinen kommt, meldet euch gerne bei uns, bevor ihr euch gegen eine Bewerbung entscheidet.

Mit herzlichen Grüßen
das Organisationsteam,

Nada Abdelsalam (MA)
Amira Sarra Schoemann (MA)
Heide König (BA)

* BIPoC steht für Black, Indigenous, and People of Color. Es ist eine Selbstbezeichnung von Menschen mit Rassismuserfahrungen, die auch in der deutschen antirassistischen Sprachpraxis gängig ist. Wir meinen damit alle von Rassismus (z. B. anti-asiatischer Rassismus, anti-schwarzer Rassismus, anti-muslimischer Rassismus, Antiziganismus) betroffene Studierende.

* FLINTA* steht für Frauen, Lesben, Intersex, non-binär, transgender und agender*. Wir meinen damit alle durch Sexismus, Transfeindlichkeit, Homophobie usw. diskriminierten Studierenden. Wir vertreten einen transinklusiven Feminismus und sind uns der Vielfalt der Lebensrealitäten der Gruppe, der die Selbstbezeichnung FLINTA ein Zuhause ist, bewusst. Es ist uns explizit wichtig, dass sich alle Personen, die von unterschiedlichen Diskriminierungsformen betroffen sind, möglichst sicher fühlen können.“

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