Geschichten der Philosophie in globaler Perspektive - Vernetzte Projekte

Institution: Universität Hildesheim

Webseite: https://www.uni-hildesheim.de/histories-of-philosophy/

Die Geisteswissenschaften verändern sich gegenwärtig im Horizont der Globalisierung in grundlegender Weise. Während Historiker inzwischen immer selbstverständlicher Geschichte im Rahmen globaler Verflechtungen verstehen, haben sich für eine globale Interpretation der Philosophie in Geschichte und Gegenwart bisher nur erste Ansätze gebildet.

Reinhart Koselleck hat gezeigt, dass eine neue geschichtliche Zukunft stets mit einer neuen Interpretation der Vergangenheit einhergeht. Es gilt daher, für eine globale Zukunft des Philosophierens eine Philosophiegeschichtsschreibung in globaler Perspektive zu entwerfen, in der die eurozentrischen Verengungen im Bild der Philosophiegeschichte überwunden werden. Diese Verengungen sind vor allem im 18. und 19. Jahrhundert in Europa entstanden und haben weitgehend das Bild von der Philosophie auch im 20. Jahrhundert und bis in die Gegenwart geprägt, und zwar über den europäischen Raum hinaus.

Wir stehen damit heute vor der Herausforderung, philosophische Traditionen und ihre Träger*innen aus allen Regionen der Welt in die Philosophiegeschichtsschreibung einzubeziehen und dafür zugleich neue Methoden, Einteilungskriterien und Periodisierungen zu entwickeln. Dies kann nur in Zusammenarbeit mit internationalen Expertinnen und Experten gelingen, mit denen der Rahmen und die Reichweite einer globalen Philosophiegeschichtsschreibung in einem ergebnisoffenen Reflexionsprozess neu auszuloten und zu bestimmen sind. Am Ende des Projektes soll der Vorschlag für ein neues Bild von der Geschichte der Philosophie in globaler Perspektive stehen.

Hier der Link zum Flyer der Online Conference  am 17 & 18 März 2022:

Women Philosophers in the process of decolonization

 

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